Brunntal, St. Michael

Einer der kleinsten Orte im nördlichen Gebiet des Main-Tauber-Kreises ist der Werbacher Ortsteil BRUNNTAL mit seinen heute ca. 135 Einwohnern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1222, als Güter durch Scheckung an das Neumünster zu Würzburg kamen. In einer Tauschurkunde von 1352 ist ein eigener Ortsadel bezeugt. Unter anderem hatten in den folgenden Jahrhunderten das Kloster Bronnbach, die Herren von Hund von Wenkheim und der Landgraf von Leuchtenberg hier Besitz. Bis 1803 gehörte das Dorf zum Kurfürstentum Mainz, unterstand dem Fürstentum Leiningen und kam dann 1806 zum Großherzogtum Baden. In seiner langen Geschichte blieb das Dorf nicht verschont von Katastrophen – so zeugt ein Bildstock von 1624 davon, dass im Mittelalter die Pest das Dorf bis auf 7 Bewohner ausrottete.

Filialkirche St. Michael Brunntal

Wunderbar über dem Dorf thront die von 1818-1821 erbaute Kirche, die dem Hl. Erzengel Michael geweiht ist. Dazu sollte man wissen, dass bereits im Jahr 1333 eine Kirche in Brunntal als Filiale von Wenkheim Erwähnung findet. Heute ist sie Filialkirche von St. Laurentius Werbachhausen.
Der Hochaltar des heutigen Gotteshauses stammt aus der Würzburger Universitätsklinik und zeigt in der Mitte aus weißem Stuckmarmor eine gut gemalte Darstellung der Kreuzigung Jesu in reicher, goldener Umrahmung zwischen blassroten Marmorsäulen. Die Seitenaltäre zeigen das Bild des Hl. Kilian – früher Seitenstück des Hochaltares – und die Statue des Hl. Erzengels Michael.
Das besondere Kleinod der Brunntaler Kirche ist die in ihrem Klang einzigartige Dörr-Orgel, die aus dem Jahre 1873 stammt und unter Denkmalschutz steht.