Ilmspan, St. Laurentius
Ilmspan wird um 1367 als „Ilmspunt“ erstmals erwähnt. Die Geschichte des Ortes ist mit der Herrschaft Rieneck und dann mit der des Leuchtenberg verbunden. Danach kam es 1646 an das Würzburgische Amt Grünsfeld. In Jahren den 1803-1806 war Ilmspan Salm-Krautheim unterstellt, anschließend wurde es badisch. Bis 1344 gehörte die Pfarrei Ilmspan zur Erzdiözese Mainz und 1656 kommt sie zur Diözese Würzburg. In den Jahren 1766-68 wurde in der Mitte des Dorfes die heutige Kirche gebaut. Diese wurde nach den Plänen und unter der Leitung des Baumeisters Johann Michael Fischer, dem Schüler des weltberühmten Würzburgers Baltasar Neumann aus Würzburg errichtet. Die Kirche wurde dem heiligen Laurentius geweiht. Das Wappen unter dem Eingang erinnert an die Zeit der Herrschaft der Würzburger Fürstbischöfe und an das Baujahr 1766. An der vordersten Westseite des Turmes steht in einer Bogennische die Figur des Erzengels Michael. Links unten vorne steht auch die Figur der St. Anna Selbdritt und rechts befindet sich St. Josef. Alle Figuren stammen aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren der Kirche sieht man den Hochaltar, der das Martyrium des Hl. Laurentius darstellt. Neben ihm stehen die Apostelfürsten Peter und Paulus. Sehr interessant sind die zwei Seitenaltäre. Sie wurden 1768 vom Bildhauer Joh. Steuerwald aus Kitzingen gefertigt. Im Zentrum des linken Seitenaltares steht die Figur der Muttergottes, auf der rechten Seite steht die Figur des Hl. Johannes Nepomuk und auf der linken Seite der Hl. Barbara. Im Zentrum des rechten Seitenaltares steht der Hl. Josef, auf seiner rechten Seite ist der Hl. Andreas und auf der linken Seite der Hl. Sebastian. Bemerkenswert sind auch das Chorgestühl, der Beichtstuhl, eine barocke Pietà, sowie Skulpturen des Seligen Bernhard von Baden und des Hl. Laurentius und Hl. Wendelin. Älter als die Kirche ist die Kanzel, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Ganz oben auf der Kanzel steht Jesus als der Gute Hirte. Auf der Kanzel ist das Bild des Hl. Ignatius von Loyola (1556) zu sehen, dem Gründer des Jesuitenordens. Darunter sieht man die vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. In der Gemeinde feiert man am 10. August das Patrozinium und am 20. Januar den Gelöbnistag. Die Kirchengemeinde hat einen Kindergarten, der im Jahre 1910 erbaut und von Pfarrer Johann Michael Allgayer gestiftet wurde. Auf dem Friedhof steht die Friedhofskapelle, die an dem Ort der ersten Ilmspaner Kirche gebaut wurde. Neben der Pfarrkirche steht das ehemalige Pfarrhaus aus dem Jahr 1912.
Die Pfarrer in Ilmspan:
Pfr. Hebekorn (1919-1943)
Prof. Dr. Kern (1943-1963)
Pfr. Josef Kühner (1963-2005)
http://ebfr-glocken.de/html/liste/glockensuche.html?&tab=detail&scene=detail&m=33923&e=34012&id=619












